Weltoffenes Dresden

Programmpunkt 5

Mit ganzer Kraft für ein weltoffenes Dresden

Alles im Überblick

Eine starke und selbstbewusste Zivilgesellschaft ist der beste Schutz gegen Demokratie- und Menschenfeindlichkeit. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass auch die Oberbürgermeisterin eine klare Haltung gegen die rassistische, rechtsextreme Bedrohung unseres Gemeinwesens einnimmt. Die vielen Menschen, die sich in Dresden für Weltoffenheit, ein friedliches gesellschaftliches Miteinander und eine lebenswerte Zukunft engagieren, verdienen verlässliche Unterstützung aus dem Rathaus – nicht nur durch klare Bekenntnisse der Oberbürgermeisterin, sondern beispielsweise auch durch eine institutionalisierte jährliche Beratung mit dem Ausländer*innenbeirat und migrantischen Initiativen.

 

Als Oberbürgermeisterin will ich die Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit Initiativen, die sich für die Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen und Kolonialismus sowie gegen Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung engagieren, verbessern und die internationale Zusammenarbeit mit anderen Städten intensivieren. Das Erinnern an Krieg, Faschismus und Verfolgung will ich mit konkreten historischen Orten im öffentlichen Raum verbinden. Im Gedenken zum 13. Februar muss immer auch daran erinnert werden, dass Krieg und Völkermord von deutschem Boden ausgingen. 

 

Dresden wurde vom Stadtrat zum Sicheren Hafen erklärt. Diesen wegweisenden Beschluss will ich durch konkrete Maßnahmen untersetzen – für alle Geflüchteten, unabhängig von ihrem Herkunftsland. Als weltoffene Stadt profitieren wir von den Ideen und Impulsen von Menschen unterschiedlichster Herkunft und kultureller Prägung. Die Möglichkeiten und Orte interkultureller Begegnungen will ich fördern und ausbauen. Zudem unterstütze ich die Idee, in Dresden ein jüdisches Museum zu gründen.

 

Besonders wichtig ist mir in diesen Zeiten die Feststellung, dass Dresden schon immer ein Tor zum Osten war und gerade jetzt die Kontakte zu den osteuropäischen Ländern vertieft werden sollten. Schwerpunkt der internationalen Kontakte unserer Stadt sollen die Verbindungen zu den Zivilgesellschaften der anderen Länder sein. Dazu will ich Begegnungen, etwa von Schulen oder Gruppen bürgerschaftlichen Engagements, ermöglichen und fördern. Als Oberbürgermeisterin werde ich darüber hinaus dafür Sorge tragen, dass sich internationaler Austausch nicht auf staatliche Kontakte beschränkt.

Konkrete Aufgaben

Aufgabe 1

Verlässliche Unterstützung aller, die sich für Weltoffenheit, friedliches Miteinander und ein lebenswertes Dresden engagieren, z.B. auch durch institutionalisierte jährliche Beratung mit Ausländer*innenbeirat und migrantischen Initiativen; konsequente Umsetzung des Sicheren Hafens Dresden für alle Geflüchteten; Förderung und Ausbau der Orte interkultureller Begegnung

Aufgabe 2

Verbesserung der Zusammenarbeit mit Initiativen, die sich für Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen und Kolonialismus sowie gegen Demokratiefeindlichkeit und Diskriminierung engagieren; Verbindung der Erinnerung mit konkreten historischen Orten im öffentlichen Raum; Intensivierung der erinnerungskulturellen Zusammenarbeit mit anderen Städten

Aufgabe 3

Vertiefung der Kontakte zu osteuropäischen Ländern mit Schwerpunkt auf Verbindungen zwischen den Zivilgesellschaften; Ermöglichung und Förderung von Begegnungen von Schulen oder Gruppen bürgerschaftlichen Engagements