Bildung fürs Leben

Programmpunkt 7

Bildung für das ganze Leben

Alles im Überblick

Gute Bildung von Anfang an ist ein wichtiger Beitrag zur Chancengerechtigkeit und bietet nicht zuletzt Auswege aus dem Fachkräftemangel. Insbesondere für Kinder aus benachteiligten und migrantischen Familien will ich deshalb die Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote stärken und Gebühren senken oder erlassen. Trägervielfalt und Inklusion bei den Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten will ich als wichtigen Qualitätsfaktor fördern und besondere Angebote für besondere Zielgruppen, von der Straßenschule bis zur Förderung für Hochbegabte, aufrechterhalten. 

 

Mir ist wichtig, dass Kinder in der Krippe auf Erzieher*innen treffen, die sich ganz auf die pädagogisch wertvolle Betreuung und Bildung konzentrieren können, weil sie im Eigenbetrieb Kita attraktive Arbeitsplätze und beständige Verträge haben und ihre freien Kapazitäten in Qualitätsverbesserungen und Weiterbildungen fließen können. 

 

Die Qualität von Schul- und Kita-Bauten als Aufenthaltsorte für Kinder und Jugendliche muss erhöht und die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben werden. Mein Ziel ist dabei die Gleichwertigkeit aller Lernumgebungen – von der Förderschule über die Grundschule, die Oberschule und das Gymnasium bis hin zum Berufsschulzentrum. Dazu gehören auch die Begrünung und die selbstgestaltete Nutzung von Außenflächen und Sportstätten. In der Schließzeit sollen die zu den Schulen gehörenden Sportplätze unbürokratisch durch die Bürger*innen für Sport und Freizeitgestaltung genutzt werden können. Die vorhandenen Umweltbildungsmöglichkeiten in Kita und Schule will ich ausweiten. 

 

Als Oberbürgermeisterin werde ich die Abläufe zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen so steuern, dass beim Kita- und Schulbau lange Übergangslösungen, verzögerte Planungen und explodierende Baukosten vermieden werden und die Schulkonferenzen in den Prozess eingebunden sind. Für die künftige Organisation der städtischen Schulen und Turnhallen will ich die Bildung eines Eigenbetriebes analog zum Eigenbetrieb Kindertagesstätten ermöglichen, um diese Prozesse in der Eigenverantwortung der Eigenbetriebsleitung mit eigenem Vergabe- und Beschaffungswesen schneller voranzubringen.

 

Elterninitiativen und Schulgründungsinitiativen, zum Beispiel für Gemeinschaftsschulen, bereichern Dresden mit pädagogisch herausragenden Kitas und Schulen in freier Trägerschaft. Dadurch entsteht zum einen Wahlfreiheit für die Familien, zum anderen entstehen aber auch Leuchttürme, die in die fachlichen Diskussionen und die Nachbarschaften ausstrahlen. Es ist mein Anspruch, auch diese Akteur*innen immer wieder in die kommunalen Diskurse einzubeziehen, ihre Aktivitäten zu unterstützen und ihnen gute kommunale Rahmenbedingungen zu schaffen. 

 

Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung der Bildungslandschaft gilt mit mir als Oberbürgermeisterin den Berufen des Handwerks – im engen Austausch mit der Handwerkskammer, den Innungen und der Pflege, besonders bei den städtischen Ausbildungsbetrieben. Zudem liegen mir Bildungsmöglichkeiten für Erwachsene am Herzen, vor allem in der Volkshochschule und dem guten Netz der städtischen Bibliotheken. 

 

Wissenschaft und Forschung tragen entscheidend zur überregionalen Ausstrahlung Dresdens bei und bereichern die Debatten in der Stadtgesellschaft. Als Oberbürgermeisterin werde ich den Austausch mit den wissenschaftlichen Institutionen pflegen und städtische Einrichtungen und Räume für den Diskurs mit Forschung und Wissenschaft zur Verfügung stellen. Die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität, den Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen wird mit mir als Oberbürgermeisterin fortgeführt und verbreitert. Dresden kann nur als weltoffene Stadt attraktiv für Forschende und Studierende aus aller Welt sein. Die Lebensbedingungen und Wohnmöglichkeiten der Studierenden und die Entwicklung des Campus verdienen deshalb das besondere Augenmerk der Oberbürgermeisterin. 

 

Wissenschaft findet jedoch nicht nur in den entsprechenden Einrichtungen statt, sondern auch in der Bürgerschaft selbst wird geforscht und wissenschaftlich diskutiert – z. B. bei der Beobachtung von Flora und Fauna oder bei der Erkundung unseres alltäglichen Mobilitätsverhaltens. Bürger*innenwissenschaft trägt zur Beteiligung der Einwohner*innen am städtischen Leben bei, vertieft die Erkenntnisse über unsere Gesellschaft und muss bei der Entwicklung eines öffentlichen, digitalen Informationsnetzes und der strategischen Weiterentwicklung der Bibliotheken einbezogen werden. 

Konkrete Aufgaben

Aufgabe 1

Beschleunigung der Digitalisierung der Schulen; Unterstützung von Eltern- und Schulgründungsinitiativen (z.B. für Gemeinschaftsschulen); Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Kita- und Schulbauten; attraktive Arbeitsplätze und beständige Verträge für Erzieher*innen im Eigenbetrieb Kita

Aufgabe 2

Verbesserung des Zugangs zu Bildungsangeboten für Kinder aus benachteiligten und migrantischen Familien; Unterstützung von besonderen Angeboten für besondere Zielgruppen (z.B. Straßenschule, Förderung für Hochbegabte); Förderung der Trägervielfalt und Inklusion bei den Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten

Aufgabe 3

Vermeidung von langen Übergangslösungen und Planungsprozessen für Kitas und Schulen; Gründung eines Eigenbetriebes für die Organisation von städtischen Schulen und Turnhallen; Öffnung der Schulsportplätze für die Freizeitgestaltung der Bürger*innen

Aufgabe 4

Verbreiterung der Zusammenarbeit der Stadt mit der hiesigen Hochschullandschaft; Weiterentwicklung des Campus; Verbesserung der Wohnmöglichkeiten und Lebensbedingungen für Studierende; Förderung von Bürger*innenwissenschaft; Entwicklung eines öffentlichen, digitalen Informationsnetzes; Weiterentwicklung der Bibliotheken